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Weltweite Evangelische Allianz verurteilt diffamierendes Video und die darauf folgende gewalttätige Reaktion in Libyen

September 15, 2012

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New York, 12. September 2012

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) verurteilt die Gewalttaten in Libyen, die im Zuge der Proteste gegen ein obskures und primitives Video, in dem der Islam diffamiert wird, zum Tod mehrerer Personen, darunter des Botschafters der USA in Libyen, geführt haben. Für Gewalttaten dieser Art kann es nie eine Rechtfertigung geben. In diesem Fall kam auch ein Diplomat ums Leben. Die WEA sieht das diplomatische Corps als wesentlich für die Förderung des Verständnisses in den internationalen Beziehungen. Die WEA verurteilt gleichermaßen das beleidigende und verleumderische Video. „Wir verurteilen kategorisch die Vorgangsweise, Anhänger anderer Religionen oder deren Gründer zu beleidigen und zu verleumden. Derart provozierende Aussagen führen unvermeidlich zu Verdächtigungen und Verwirrung, erklärte der Generalsekretär der WEA Dr. Geoff Tunnicliffe.

„Wir stehen in der Verurteilung sowohl des Videos als auch der gewalttätigen Reaktion auf dessen Veröffentlichung Seite an Seite mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit.“

Die WEA ruft Christen und Muslime auf, sich in dieser höchst aufgeladenen Atmosphäre nachdrücklich für Beruhigung einzusetzen.

Im Bewusstsein, dass es fundamentale Differenzen zwischen den Weltanschauungen gibt, ist die WEA davon überzeugt, dass Menschen aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen sich weiterhin bemühen müssen, Mechanismen für ein friedliches Zusammenleben zu entwickeln. Die WEA engagiert sich für eine Vertiefung der Beziehungen mit denjenigen, die die Welt anders sehen, und möchte dadurch einen Beitrag zum Abbau der weltweiten Spannungen leisten.